Montag, 26. März 2018

Hallo Kroatien - 26. März 2018

Da es ab dem 3. April für mich Neustart in einem neuen Job heißt, war es sinnvoll nochmal paar Tage Urlaub zu machen. So ging es am 25.3. nach dem Frühstück per Auto über Österreich und Slowenien nach Roč bei Buzet  auf der istrischen Halbinsel. Erstes Erlebnis war die Grenzkontrolle zu Kroatien, die Kroaten sehen es locker aber die Slowenen kontrollieren genau. Gegen 20 Uhr waren wir da und dank lahmen Englischs konnten wir die Herbergsmutter anrufen und unser Zimmer im Hostel beziehen. Zu unserer Freude war das Hostel leer und wir konnten uns breit machen. Ein Bier und ab ins Bett. 
Schlafraum
na das sieht doch gemütlich aus
und von etwas weiter auch

Am nächsten Morgen konnten wir gleich im Haus Brötchen holen und gemütlich Frühstücken. An diesem Tag wollten wir klettern gehen. Axel hatte sich extra den neuen Kletterführer gekauft und so wurden die Rucksäcke gepackt und noch was zu trinken besorgt. Ein paar Minuten mit dem Auto war das Klettergebiet Kompanj erreicht. Der Zustieg war steil aber kurz und recht ordentlich ausgeschildert. Wir entschieden uns zuerst zum Abschnitt Krankenhaus zu laufen. Ein Blick ins Buch hatte uns schon vorgewarnt – alles schwer und unter ner 5c (französische Skala) nichts zu haben. Das ist über meinen Möglichkeiten, aber wir schlüpften in die Kletterklamotten und Axel griff an. Da kam endlich meine neue Prismabrille zum Einsatz, herrlich entlastend für den Nacken beim Sichern. Es dauerte nicht lange und ich konnte ihn wieder herunter lassen. Fein baute er alle Zwischensicherungen aus. Und nun wars an mir, wenigstens zu probieren. Es dauerte Zug für Zug ewig und ich bin nicht nur einmal abgeschmiert, da ahnte ich schon, dass die Muskeln am nächsten Tag was zu melden hätten – nämlich Schmerz. Wir guckten uns noch anderer Wege an und Axel kletterte auch noch was, bei mir blieb es bei einem weiteren Versuch. Spaß macht das trotzdem, der Kalk ist schön hart und wenn man was zum Halten findet, kann man Bergziehen spielen. 
glasklar ausgeschildert

tiefenentspannter Axel

da irgendwo waren wir

und auch mal von etwas weiter im Abendlicht
Die Zeit verging wie im Fluge und so zog es uns am späten Nachmittag in den Ort zurück. Wir mussten ja schließlich den Kühlschrank füllen. Nach einem Einkauf in Buzet beschlossen wir noch ein wenig im Ort spazieren zu gehen. Roč  ist eine zauberhafte mittelalterliche Stadt mit gerade mal 180 Einwohnern. Der Kern ist noch super erhalten und so traten wir durch das Stadttor ein. Über diesem begegneten uns zum ersten Mal komische Buchstaben. Schnell hatten wir uns erlesen, dass es sich dabei um Glagolitisch handelt. Davon berichte ich dann morgen genauer, bissel Spannung muss ja sein. Wir liefen ganz langsam durch die Stadt, drei Kirchen und mittelalterliche sowie venezianische Häuser. Wir entschleunigten völlig, man ist dort wie aus der Zeit gefallen, es ist ruhig und am Abend waren keine Leute draußen, ein tolles Flair und ein bleibender Eindruck. 
rein in die gute Stube

eine von drei Kirchen

und noch eine

verteidigt musste auch werden

und immer wieder Mauern

Wir haben dann noch Nudeln gekocht und gegessen und den Abend mit Lesen und Rotwein verbracht. 

Wetter: sonnig mit Wolken, ca 15 Grad, kein Wind

1 Kommentar:

  1. Nach Istrien wollten wir letzten Herbst, und haben uns dann leider doch entschieden, Mehrtageswanderungen (z.B. den alten Kammweg) in Böhmen zu machen. Leider, da das Wetter mehr als bescheiden war und wir nach vier Tagen frieren abgebrochen haben. Wären wir mal nach Istrien gefahren...

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