Dienstag, 12. September 2017

12 Apostel Wanderung – 12. September 2017

Die Sonne schien und gut gelaunt frühstückten wir um achte draußen. Es saßen tatsächlich schon Männer bei der Vermieterin und tranken Pflaumenschnaps. Orr nee echt jetzt?. Wir packten zusammen und starteten mit dem Auto nur noch wenige hundert Meter die Forststraße entlang. An einem großen Wanderwegweiser stellten wir es ab und informierten uns nochmal. Blauer Punkt zu den 12 Aposteln. Luftlinie waren das nur ca 4km, aber eben Luftlinie. Ein paar Schritte hinunter zum Bächlein und dies auf einer doch halbwegs stabil aussehenden Brücke überqueren und wir waren wieder ganz allein auf weiter Flur. Es ging sanft bergan am Hang entlang. Bald bot sich ein erster Ausblick auf die umliegenden Berge und ein großes Holzhaus auf der anderern Seite. War sogar bewohnt und rundrum grasten Kühe. Die Wegweiser waren in ordentlichen Abständen da, so dass wir nie den Weg suchen mussten, sondern alles um uns rum aufnehmen konnten. 
kann losgehen, frische Batterien drin
passt wackelt und hat Luft
bewirtschaftet
leben und leben lassen
ja ich kann lächeln
Dann ging es über und durch mehrere Gatter, die nur zum Tiere begrenzen da sind. Alsbald war kein Baum mehr da und es ging steiler bergan. Irgendwann war Zeit für eine Pause und wir konnten wo wieder lange beobachten wie Kühe ohne offensichtliches Signal alle in die gleiche Richtung laufen. Für uns wurde es auch Zeit und wir machten uns ans nächste steile Stück. Es ging hoch und das nächste und letzte Gatter war umgekippt. Unordnung können Deutsche ja nicht ertragen, also bastelte Axel so lange rum, bis alles wieder an Ort und Stelle war. Der Weg ging weiter in einen Nadelwald. Mystisch und viel dunkler als draußen wanderten wir auf dem schmalen Pfad. Erste kleinere Felsen sahen wir durch die Bäume blitzen und Pilze am Wegesrand stehen. Als der Wald sich lichtete veränderte sich der Ausblick wieder. Wir waren nun auf einer Hochebene voller Wacholder und Blau- sowie Preiselbeeren. In der Ferne konnten wir die 12 Apostel - eine imposante Felsengruppe - schon sehen. Ich sammelte bissel Wacholder für die heimische Küche und an den Beeren haben wir uns auch gütlich getan. 
ok nicht sehr elegant
haben wir stehen lassen müssen
da liegt ein Gatter
ich mach das heile
gleich geschafft
lecker
die 12 Apostel in der Ferne
Das Ziel war bald erreicht und wir hatten uns die Pause vorm Rückweg verdient. Ein bissel Kraxeln an den Felsen musste sein und Axel plante auf welchem Weg er eine Nadel irgendwann man erstbesteigen könnte. Wenn man genau hinblickt kann man Gesichter und Tiere in den Felsen sehen. Zeit für den Rückweg, diesmal übers blaue Kreuz und vorbei am Zeltplatz, den wir den Tag vorher nicht gefunden haben. Erst ging es wieder über die Hochebene und wir waren völlig fasziniert wie viele Preiselbeeren es hier gab. Wacholder wechselte mit einigen Bäumen ab und der Abstieg war um einiges steiler und auch steiniger. Trotzdem kamen wir gut voran und landeten schließlich an einem malerischen Plätzchen, auf dem das Zelten erlaubt war. Das wäre echt ein feiner Platz zum Übernachten gewesen. Allerdings führt echt keine befahrbare Straße hin, somit hatten wir wenigstens nichts falsch gemacht bei der vorabendlichen Suche danach. Die Quelle war nur ein Rinnsal, aber alles in allem war es hübsch. Auf dem weiteren Weg mussten wir kiloweise Steinpilze stehen lassen, weil wir abends noch weiter wollten und keine Möglichkeit zum Kochen hatten. Das tat weh, denn die Dinger standen da wie gemalt. irgendwann war der Wegweiser weg und wir stellten auf den elektronischen Karten fest, dass wir auf ner Straßen laufen. Da hat sich jemand aber gewaltig geirrt und Axel wird diesen Irrtum bei OSM berichtigen. Auf einer großen Wiese entdeckten wir dann wieder ein blaues Kreuz und dieses führte über die Wiese sausteil runter. 
Vorhut und im Hintergrund das Ziel
er kann immer lächeln
klarer Weg
fast oben
orr hier könnte man steigen
irgendwann mal da hoch
und zurück
tröpfelt nur
da wollten wir eigentlich pennen
Sind wir soviele Höhenmeter überhaupt rauf gelaufen? Scheinbar schon, denn wir kamen ohne wieder hoch zu müssen am Auto an. Diese Wanderung gehört zu meinen persönlichen Top 10. Abwechslungsreiches Laufen in verschiedenen Umgebungen auf verschiedenen Untergründen mit tollen Ausblicken. So wie wir diese gemacht haben wars perfekt., Punkt rauf und Kreuz runter, damit war es eine Runde. Axel hatte für den Rest des Urlaubs den Vorschlag gemacht, nach Turda zu fahren, wo er vor sechs Jahren schonmal war und dort die Zeit zu verbringen. das hieß aber auch, das wir nun noch 4h Autofahrt vor uns hatten. Das ist in Rumänien nicht ganz so ohne, wenn man abends im Dunklen fährt. Es können Fuhrwerke kommen - natürlich ohne Licht - und mit Straßenbegrenzungen (Leitplanken, Leitkegel oder wenigstens nen weißen Strich rechts) haben sie es auch nicht so. Ganz souverän schaffte Axel es aber gegen 22:30 Uhr das Auto abzustellen und gemeinsam richteten wir uns den Schlafplatz in selbigem.
ich befürchte ich finde dieses Jahr keine mehr, so viele wie ich hab stehen lassen
gucke an ein Wegzeichen
sinnierend
Mamamigla mit Käse und Sahne, irgendwo unterwegs in einem Motorest
Schlafplatz

Kommentare:

  1. Ich will ja nicht altklug erscheinen, aber heißt das Gericht nicht Mamaliga? So nenne ich es jedenfalls, wenn ich es selbst mal koche. ;-)

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  2. Na freilich aber unausprechlich....das wurde flott von uns eingedeutscht. Quasi Mundart

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