Montag, 4. September 2017

Weiter ins Weintal – 04. September 2017

Nachdem es wieder die ganze Nacht geregnet hatte, war alles klamm und nass. Es tröpfelte auch immer wieder. Trotzdem mussten wir packen und weiter ging es nach dem deftigen Frühstück in Richtung Oberwischau (Vișeu de Sus). 
deftiger Start in den Tag

es schmeckt ihm
Für mich sehr abenteuerlich war die Anfahrt zur Unterkunft. Bei uns wäre das nichtmal ein guter Feldweg und hier war es eine hochoffizielle Straße. Loch an Loch und hält doch, durch den Regen waren kleine Teiche auf der Straße und man sah nie wie tief die sind und das Ganze auch noch bergan. Dank super Beschreibung mit Bildern und Axels unerschütterlicher Ruhe und Übersicht beim Fahren fanden wir unser Ziel. Der eingewanderte deutsche Filmemacher und Buchautor Björn Reinhardt hat einige Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen. Uns gab er ein kleines zauberhaftes Holzhäuschen, indem ich gerade diesen Eintrag vorschreibe. Beim ersten Betreten war ich schockverliebt. Ein Kachelofen, uralte Schränke, zweckmäßige Küche, zwei Betten unten und oben noch ein kühler Schlafraum. Ich frage mich, wie er mich hier wieder rauskriegen will.
Das Haus und ich, wie Latsch und Bommel
so gemütlich
und zweckmäßig
Wir richteten uns erstmal bissel ein und konnten dann am Nachmittag noch ein wenig die Umgebung erkunden, schließlich brauchten wir noch was zu Essen. Zu Fuß und nach Beschreibung von Björn wagten wir uns auf den Weg markiert mit einem roten Dreieck in Richtung Stadt. Immer am Hang lang und die Hunde ignorieren, war seine Anweisung. Gesagt getan und mit offenen Augen entdeckt man den Pfad auch gut. Wir kamen an eine Quelle mit sehr eisenhaltigem Wasser vorbei, sahen ins Tal und auf die Berge und die saftig grünen Wiesen. Außerdem säumte jede Menge Pflaumenbäume den Weg, so dass wir immer mal naschen konnten. Nach ca 40 Minuten waren wir im Ort und gönnten uns ein Eis, bevor es zum Einkaufen ging. 
da lang irgendwie
ah ein Wanderzeichen wir sind richtig
alte Zipserei mit topp Straße

hier wohnt niemand mehr
endlich Zucker
Die Obststände waren reichlich gefüllt mit richtig reifem Obst und Gemüse und das ziemlich preiswert. Mit Händen und Füßen und irgendwelchem Gestammel bekamen wir was wir brauchten, im Geschäft half uns ein zufällig anwesender Deutscher um an Mititei, das landesweite Nationalgericht, zu kommen. Hackfleischröllchen aus gemischten Fleisch von Rind, Hammel, Schwein, Lamm – je nach Rezept – gewürzt mit reichlich Knoblauch und Paprika. Auf dem Rückweg sammelten wir noch die Pilze am Wegesrand ein und es war klar, heute gib es ein selbst gekochtes Festmahl. Im Häuschen angekommen vertiefte sich Axel in den aufgezeichneten Track und pflegte den Weg gleich bei OSM ein und ich kochte für uns. Kartoffeln mit Pilzen und Mititei schmeckte uns beiden ganz hervorragend. Ein kurzer Plan was am folgenden Tag gemacht werden soll und dann ging es ins Bett unterm Dach - da war es kühler.  
Abendessen gesichert
es duftet
ich hol nach

1 Kommentar:

  1. Das nenn ich mal ein schnuckeliges Häuschen! Da hätten wir uns auch wohlgefühlt.

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